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Stand November 2015: Soweit wir feststellen können, wurde die unselige Tradition der Militär-Advent-Konzerte in Messkirch beendet. Gott sei Dank.

RÜCKBLICK: Militär-Advent-Konzert am 18.12.2013 in der katholischen Kirche St. Martin in Messkirch

Südkurier 20.12.2013  |  von Werner Fischer 

Militärkonzert in der katholische Kirche St. Martin am 18.12.2013

Meßkirch: Volle Kirche beim Adventskonzert in St. Martin

Meßkirch -  Das „Große Kirchen- und Adventskonzert“ des Heeresmusikkorps Ulm sorgte für eine vollbesetzte Martinskirche. Der Erlös ist für den Bauförderverein und das Bundeswehr-Sozialwerk bestimmt.

In der voll besetzten Martinskirche spielte das Heeresmusikkorps Ulm unter der Leitung von Major Matthias Prock ein mit viel Beifall bedachtes „Großes Kirchen- und Adventskonzert“. Zwei auf der Empore verteilte Bläserchöre eröffneten das Programm mit der festlichen Sonata Pian e Forte von Gabrieli.

Stadtpfarrer Karl-Michael Klotz begrüßte das Orchester und den Dirigenten, dankte ihnen dafür, dass sie sich in den Dienst einer guten Sache stellen, und stimmte die Zuhörer auf die Freude des kommenden Festes ein. Nach „Die Spieldose“ von Lyadov, kammermusikalisch von Holzbläsern mit Schlagzeug musiziert, folgte als Kontrast „Elsas Prozession zum Münster“ aus dem „Lohengrin“ von Wagner, dem Musiker des Jahres 2013, gespielt mit gewaltigen Klangsteigerungen vom sinfonischen Blasorchester in voller Besetzung.

In alle Werke führte Stabsfeldwebel Thomas Schütte mit humorvollen Sätzen und Gedichten ein, wohl auch, um seinen Musikerkollegen Zeit zum Atemschöpfen zu gönnen. Mächtige und stillere Klänge wechselten sich ab. So folgte auf „Sleep“ von Whiteacre die Festmusik „Der Einzug der Königin von Saba“ aus dem Oratorium „Salomon“ von Händel – die Piccolo-Trompeten spielten virtuos und exakt aufeinander abgestimmt Stabsfeldwebel Ralf Huber und Hauptgefreiter Christian Buch. Nach einem Tanz aus der „Nussknacker“-Suite und brachte die aus Musikern des Blasorchesters gebildete Stubenmusik des Heeresmusikkorps Ulm alpenländisches Flair in das Programm.

Den Abschluss machten „March of the Toys“ von Herbert, die auf einer alten kirchlichen Weise („Non nobis Domine“) basierenden Filmmusik zu „Henry V“ von Doyle und Bachs Orgelfuge in g-moll, im romantisierenden Stil des großen Dirigenten Stokowsky für großes Orchester bearbeitet.

Die Spenden am Ausgang werden zwischen dem Bauförderverein St. Martin und dem Bundeswehr-Sozialwerk geteilt. Karl Hermann vom Bauförderverein dankte dem Orchester für das Einspielen von Geldern und der Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch für ihr Sponsoring. Er wies auf die Dringlichkeit einer Innenrenovation der Martinskirche hin. Dietmar Hofmann vom Bundeswehr-Sozialwerk stellte die Aktion „Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien“ vor. Mit dem gemeinsam gesungenen Adventslied „Macht hoch die Tür“ klang der Abend aus.

Sozialwerk und Musikkorps

Ein Teil der Spenden kommt dem Bundeswehr-Sozialwerk zugute. Es wurde 1960 vom damaligen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß mit 20 Mitgliedern gegründet, heute hat es 115 000 Mitglieder. Es kümmert sich seit 1973 mit der Aktion „Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien“ um Bundeswehrfamilien, die wegen Krankheit oder Behinderung eines Kindes in Not geraten sind. In den letzten Jahren betreut das Sozialwerk vermehrt traumatisierte Rückkehrer von Auslandseinsätzen oder Familien von gefallenen oder schwer verwundeten Bundeswehrsoldaten.

Das Heeresmusikkorps Ulm


wurde 1956 als Heeresmusikkorps 10 in Ellwangen aufgestellt und der 10. Panzerdivision zugeteilt. Im Zuge der Reformen und Umgruppierung wurde es im September 2013 in Heeresmusikkorps Ulm umbenannt. Es besteht aus 50 Soldaten, die alle ein Musikstudium absolviert haben. Der Leiter, Major Matthias Prock, war zuerst Sängerknabe bei den „Regensburger Domspatzen“, studierte Kirchenmusik und trat denn in die Bundeswehr ein. Seit Januar 2012 ist er der elfte Leiter des Heeresmusikkorps. Mit diesem Ensemble hatte er allein in diesem Jahr 135 Einsätze, einen Teil davon im Ausland. Das Konzert in Meßkirch war das letzte in diesem Jahr. Es folgt noch eine Weihnachtsfeier für die Soldaten, dann gibt es eine Verschnaufpause. (wf)