Musikalische Militär-Werbung auf dem Kirchentag in Berlin: BigBand Bw am 24. Mai 2017, ab 20 Uhr, Bühne am Gendarmenmarkt. Wir werden auch dort sein!

_______________________ Aufkleber wetterfest, 7x10 cm, Stück 1 Euro, plus Porto
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Unser Din-A5-Flyer zum Selbst-Ausdrucken!
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Unser Aufkleber
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Neuer Flyer: "Gegen die Zusammenarbeit von Kirche und Militär"
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Rückblick: 1.Dez 2016, Militärkonzert in der Lutherkirche Bad Cannstatt. Wir pfeifen darauf! Keine Militärwerbung im Gotteshaus !!!

Am 1.12.2016 hat wieder ein Bündnis aus Christ/innen und linken Gruppen gegen die musikalische Militärwerbung in der Lutherkirche protestieren. Wir waren etwa 50 Personen. Die Militärfreunde haben sich über uns geärgert.

Unser Flyer für 1.Dez 2016:

2016-11-06 cannstatt flyer.pdf
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Kopie der Bundeswehr-Website:

2016-12 bw hmk ulm termine.JPG
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Wir, Mitglieder der großen Kirchen, meinen: Der Geist des Militärs passt nicht mit dem Geist des Friedefürsten zusammen. Militärwerbung im Haus des Herrn ist - wenn man es genau betrachtet -Gotteslästerung.

Gegen den Missbrauch unserer Kirche für Bundeswehr-Werbung!
Gegen den Missbrauch der Religion zur Kriegs-Unterstützung!
Gegen den Missbrauch von Musik für militärische Werbezwecke!

  • Was hätte Jesus dazu gesagt, wenn er gewusst hätte, dass in seinem Hause Militärkonzerte veranstaltet werden?
  • Wie passt die Weihnachtsbotschaft vom Frieden auf Erden zusammen mit Sympathiewerbung für das Militär?
  • Haben wir in Stuttgart nicht genug Fliegerangriffe, Krieg und Bomben erlebt? Warum unterstützen wir die Bundeswehr, die solche Angriffe im Ausland (Syrien, Irak, Mali) unterstützt?
  • Muss erst noch ein weiterer Krieg kommen, bevor die evangelische Kirche sich vom Militär abwendet?

Die Lutherkirche verliert ihren guten Ruf wegen der Kriegs-Werbung.

EAK-AGDF Bundeszentrale - zweite Pressemeldung gegen Militärkonzerte in Kirchen
2015-08 EAK AGDF MilMus PM neu.pdf
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Stuttgart, Königsstraße, am Ende des 2. Weltkrieges. Muss erst ein dritter Weltkrieg kommen, bevor die Lutherkirchengemeinde umkehrt - und sich abwendet von Militär und Krieg?
Stuttgart, Königsstraße, am Ende des 2. Weltkrieges. Muss erst ein dritter Weltkrieg kommen, bevor die Lutherkirchengemeinde umkehrt - und sich abwendet von Militär und Krieg?

PRESSEBERICHTE:

  1. Stuttgarter Tagblatt online - zum Artikel
  2. STUTTGARTER NACHRICHTEN vom 11.11.2015 - zum Artikel
  3. CANNSTATTER Zeitung vom 13.11.2015 - zum Artikel 
  4. Mühlacker Tagblatt vom 11.11.2015 - siehe unten
  5. Esslinger Zeitung - zum Artikel
  6. Südwestpresse vom 27.11.2015 - zum Artikel
  7. Stuttgarter Nachrichten vom 3.12.2015 - zum Artikel

Verantwortlich für die Militär-Advents-Konzerte ist der  Kirchengemeinderat der Luthergemeinde, in dem diese 14 Personen sitzen: Adelheid Bäuerle (Stv. Gesamt-KGR), Rainer Baumann, Pfarrer Dr. Ulrich Dreesman, Horst Fehlauer, Barbara Heidecker (Stv. Gesamt-KGR), Delia König, Thorsten Kussmann (Kreissynode), Hans-Wolfgang Maier, Pfarrer Gerd Mohr, Irmtraud Pulver-Frehse, Birgit Rothfuß (2.Vors. KGR, Gesamt-KGR, Hauptausschuss), Renate Sautter, Martin Thran, Mirjam Wahl.

 

Protestschreiben richten Sie bitte an

  1. Pfarrer Dr. Ulrich Dreesman, pfarramt.lutherkirche.seelberg@elkw.de
  2. Dekan Eckart Schultz-Berg, Wilhelmstr. 8, 70372 Stuttgart, Tel. 0711/54 99 73 60, mail Dekanatamt.Bad-Cannstatt@elkw.de
Mühlacker Tagblatt, 11.11.2015, zum Vergrößern anklicken!
Mühlacker Tagblatt, 11.11.2015, zum Vergrößern anklicken!
RÜCKBLICK: Unser Flyer gegen Militärmusik-Adventskonzert 02.12.2015 Lutherkirche Cannstatt
2015-11-21 cannstatt flyer dina4.pdf
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Was hat Jesus getan, als er gesehen hat, dass sein Haus missbraucht wird? Siehe Matthäus 21,12! Das wäre sicher auch heute eine sinnvolle Form des Protestes.
Was hat Jesus getan, als er gesehen hat, dass sein Haus missbraucht wird? Siehe Matthäus 21,12! Das wäre sicher auch heute eine sinnvolle Form des Protestes.

Wir haben wirkungsvoll protestiert

  1. am Freitag, 27. Nov 2015, 20 Uhr, Podiumsdiskussion. Auf dem Podium: Dr. Dreesmann (Pfarrer, Militärfreund) und Theo Ziegler (Religionspädagoge, Vertreter der christlichen Friedensbewegung).
  2. am Mittwoch, 02. Dez 2015, ab 18 Uhr, deutlich sichtbarer und hörbarer Protest von über 200 Menschen, mit Sambagruppe, mit drei Reden, mit vielen vielen Friedensfahnen rund um die Lutherkirche. 

Adresse: Martin-Luther-Kirche, Waiblinger Str. 50, 70372 Stuttgart

Mein persönlicher Bericht von der Podiumsdiskussion am 27.11.2015:

Es kamen 28 ZuhörerInnen. Eva Funke, die Redakteurin der Stuttgarter Nachrichten, hat ihre Sache gut gemacht. Sie blieb neutral.


Pfr. Dr. Ulrich Dreesmann hat argumentiert: Die Volkskirche ist offen für alle Menschen, auch für SoldatInnen. Die Bundeswehr ist im Vergleich zum Militär anderer Länder harmlos und friedliebend. Die Bundeswehr macht am liebsten Entwicklungshilfe, Hochwasserhilfe und Flüchtlingshilfe. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) steht zwar für Gewaltlosigkeit und gerechten Frieden; aber im äußersten Notfall erlaubt sie den Einsatz des Militärs. Jede Institution darf Werbung für sich selbst machen, auch die Bundeswehr. Aber Militärkonzerte in Kirchen sind sicher keine Werbung, sondern es werden nur Weihnachts-Melodien gespielt. Soweit die Argumente von Pfr. Dreesmann. Seltsam fand ich: Pfr. Dreesmann, Jg. 1969, trug ohne erkältet zu sein den ganzen Abend einen dicken schwarzen Schal. Dazu ein helles Hemd, Jeans und Jackett. Er ist schlank, mittelgroß, erfolgsverwöhnt, spricht hochdeutsch, hat offenbar wenig Zweifel an sich selbst, und wenig Zweifel am Militär.

Theo Ziegler ist bei allen Angriffen ruhig und freundlich geblieben. Er hat argumentiert: Das Militär passt nicht mit Jesus Christus zusammen. Die zentrale Funktion des Militärs, mit Waffengewalt auszuüben und mit Waffen zu drohen, steht der Friednesbotschaft Jesu diametral entgegen. Christen sollen Licht der Welt sein, sanftmütig und barmherzig; sollen Böses mit Gutem beantworten. In der UN-Charta steht als Ziel die Abschaffung von Militär und Krieg. In früheren Jahrhunderten hätte fast niemand geglaubt, dass Demokratie funktioniert. Niemand hätte geglaubt, dass Frauen wählen dürfen. Niemand hätte geglaubt, dass es in Deutschland ohne Todesstrafe geht. Genauso glaubt heute niemand, dass die Bundeswehr abgeschafft wird. Sie wird aber doch abgeschafft werden. Ein Volk, das solche Träume nicht hat, geht zugrunde. Man sollte die 33 Mrd Euro vernünftiger in soziale Projekte, Entwicklungshilfe und zivile Konfliktlösung investieren. Die KSZE / OSZE ist ein gutes Beispiel für friedliche Konfliktlösung. Solaten sind in ihrer Freizeit - wie alle Menschen - herzlich willkommen in der Kirche. Aber nicht als Werbeträger für das Militär. 


Im Publikum saßen ein paar alte Männer aus der Luthergemeinde. Diese alten Männer haben sich daneben benommen, haben immer wieder aggressiv dazwischen gerufen, und haben unseren Redner mehrmals wüst unterbrochen. Ich als Frau fand diese alten Männer sehr abstoßend. Ist das die Nächstenliebe, von der immer gepredigt wird? Ist das das Christentum, das in der Luthergemeinde gelebt wird?

 

Im Publikum waren nur drei Mitglieder der DFG-VK. Außerdem waren ein paar skeptische Gemeindeglieder im Publikum. Ein Mann, der in der Luthergemeinde im Posaunenchor spielt, hat gesagt, die Militär-Advent-Konzerte seien aus seiner Sicht "schon subtile Werbung für die Bundeswehr", und er sei eher gegen solche Konzerte. Alle Anwesenden waren sich einig, dass man z.B. einen Infostand der Bundeswehr in der Lutherkirche nicht zulassen würde.

 

Zum Abschluss hat Theo Ziegler auf der Mundharmonika "In dir ist Freude" (EG 398) gespielt. Ulrich Dreesmann hat Luthers Abendsegen gesprochen. Unsere Forderung: Stopp die Militärkonzerte in der Lutherkirche!

Brief der STIFTUNG FRIEDENSARBEIT an Pfr.Dr. Ulrich Dreesmann mit KGR, sowie die Dekane Eckart Schultz‐Berg und Sören Schwesig, Nov 2015
2015-11-17 Schmitthenner an Dreesmann.pd
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Bundeswehr Website 4.11.2015 Bericht vom Militär-Advent-Konzert 2014 Lutherkirche Bad Cannstatt
2015-10 BW-ws copy Bericht.pdf
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Unselige Tradition lebt wieder auf: Die Lutherkirche war einmal Militär-kirche - und ist es jetzt wieder!

Zitate aus dem Artikel vom 22.11.2010 © Eßlinger Zeitung: "Lutherkirche wird 110 Jahre alt. Bad Cannstatt: Feierliche Einweihung des Gotteshauses war am 25. November 1900. Die evangelische Lutherkirche wird 110 Jahre alt. Dies feiert die Kirchengemeinde am 1. Advent mit einem Festgottesdienst um 10.30 Uhr in der Lutherkirche. Nach zweijähriger Bauzeit ist vor 110 Jahren die Lutherkirche im Jahr 1900 mit einem großen Festtag in Anwesenheit von König Wilhelm II. und Königin Charlotte eingeweiht worden. Der König war zugleich der Bischof der Evangelischen Kirche in Württemberg, wie Pfarrer Hans Bodmer erklärt. Diese neue Kirche war neben einer Gemeindekirche auch Garnisonskirche, da Cannstatt auch Garnisonsstadt war. Diese zusätzliche Kirche war dringend notwendig geworden, da die Bevölkerungszahl stark angestiegen war und die Stadtkirche an Festtagen die vielen Besucher nicht mehr fassen konnte... Die Einweihung der Kirche fand am 25. November 1900 statt. Das neue Bauwerk erhielt den Namen Lutherkirche, wie damals viele neu erbauten Kirchen nach Luther benannt wurden. Zudem sei Überlieferungen zufolge Martin Luther 1512 auf der Rückreise von Rom durch Cannstatt gekommen und habe die Gastfreundlichkeit der Schwaben gerühmt. ... 1930 wurde das Gemeindehaus gebaut. Im Februar 1944 wurde die Lutherkirche bei Luftangriffen im Krieg getroffen, Chor und Sakristei wurden zerstört und wieder aufgebaut.
Zahlen und Fakten: Das Hauptschiff ist 13,50 Meter breit und 24 Meter lang und das Seitenschiff ist 7,50 Meter breit. Es wurden 750 feste Sitzplätze gebaut, auf der Empore 355. 1924 wurden noch mehr Bänke aufgestellt und über 100 Klappstühle angeschafft, so dass 1300 Personen sitzen können."

Dieses youtube-Video enthält zwar "verkürzte Kapitalismuskritik". Aber dieses Video enthält auch viel Richtiges.

Der Protest kommt mitten aus der evang. Landeskirche Württemberg:

Pfarrer Reinhard Hauff, aus Heiningen bei Göppingen, gegen Militär-Musik-Konzerte in Kirchen. Interview in der Jungen Welt 2013.
Pfarrer Reinhard Hauff, aus Heiningen bei Göppingen, gegen Militär-Musik-Konzerte in Kirchen. Interview in der Jungen Welt 2013.