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Frauenkirche Dresden Bundeswehr Gottesdienst April 2014 Protest Einspruch
Frauenkirche Anschreiben Multiplikator_i
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RUNDBRIEF AN MULTIPLIKATOREN

 

Bundeswehr mit klingendem Spiel in der Frauenkirche Dresden?

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Mit Entsetzen nahmen wir zur Kenntnis, was wir in den letzten Wochen den Dresdner Zeitungen und der Homepage der Streitkräftebasis der Bundeswehr lesen mussten. Unter der Überschrift „Wehrbereichsmusikkorps III spielt in der Dresdner Frauenkirche“ war zu lesen:

Zu einem Musikalischen Gottesdienst laden das Landeskommando Sachsen, das Sächsische Ministerium des Innern und die Stiftung Frauenkirche Dresden am Mittwoch, den 30. April ein. In der Frauenkirche zu Gast ist das Wehrbereichsmusikkorps III der Bundeswehr aus Erfurt. (Einladungstext der Bundeswehr im Internet)

Mit einen „Einspruch“ an die Stiftung Frauenkirche und die EKD reagierten Menschen aus den Kirchen sowie der Friedensbewegung gegen solch eine Veranstaltung der Bundeswehr in der Frauenkirche. Gerade dieDresdner Frauenkirche steht als ein Symbol gegen den Krieg und für Versöhnung und den Frieden.

Im „Ruf aus Dresden“ vom 13. Februar 1990 hieß es: „Wir rufen auf zu einer weltweiten Aktion des Wiederaufbaues der Dresdner Frauenkirche zu einem christlichen Weltfriedenszentrum im neuen Europa. In diesem Gotteshaus soll in Wort und Ton das Evangelium des Friedens verkündet, sollen Bilder des Friedens gezeigt, Friedensforschung und Friedenserziehung ermöglicht werden." – Was bleibt davon heute noch übrig? Soll die Frauenkirche jetzt - wieder aufgebaut - zum Werbeträger für eine Armee sein, die sich in verschiedenen Kriegseinsätzen befindet?

Keine Militärmusik in Kirchen! Schwerter zu Pflugscharen!

Die Soldaten des Militärmusikdienstes sorgen durch öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen für ein gutes

 

Ansehen der Bundeswehr. Sie werden vom Bundesministerium für Verteidigung organisiert und bezahlt. Auch wenn sie Jazz oder fromme Lieder spielen, werben sie für das Militär. Gerade auch in Kirchen und Gottesdiensten und mit Hilfe medienträchtiger Spendenaktionen.


Musik soll über die Grenzen der Sprachen, Kulturen und Religionen hinweg der Verständigung dienen: Schwerter zu Pflugscharen! Marschmusik zu Tanzmusik! Kein Werben für das Töten und Sterben!

Wenn Militärmusiker Zivilmusiker werden,
... haben die Dresdner Musikschulen keinen Lehrkräftenotstand mehr,
... werden die Orchester nicht einem Streich-Konzert zum Opfer fallen,
... können Dresdner Theater auf Musikkonserven verzichten, zu Gunsten von Live-Musik,
... müssen Kirchenmusiker nicht viele Gemeinden gleichzeitig betreuen
... wird Musik gemacht und nicht Werbung für das Militär!

Die grundsätzliche Frage, ob in einer Kirche die Bundeswehr, die an völkerrechtlich umstrittenen Militäreinsätzen u.a. auf dem Balkan und in Afghanistan beteiligt war und ist, mit klingendem Spiel auftreten darf, beantworten wir mit einem klaren NEIN!

Unterstützen Sie uns und geben Sie die Informationen an andere interessierte Personen weiter! - Laden Sie sie zum Mitmachen ein!

Am 30.04.2014 ab 18:00 Uhr wird es vor der Frauenkirche in Dresden eine angemeldeten Protestversammlung „Keine Militärmusik in Kirchen!“ geben. Seien Sie kreativ, gemeinsam mit anderen dabei. Gestalten Sie ein Kulturprogramm ohne Militär vor der Frauenkirche!

Um den kritischen Fragen, die im Nachgang zur Ankündigung des Gottesdienstes öffentlich diskutiert wurden, ein Forum zu geben, lädt die Stiftung Frauenkirche Dresden im Anschluss an den Gottesdienst zu einer Diskussion in der Unterkirche der Frauenkirche ein. Nehmen Sie nach der Militärveranstaltung in der Kirche an dieser Diskussion teil und melden Sie sich zu Wort!

Unterstützen auch Sie den „Einspruch“ von Menschen aus den Kirchen und der Friedensbewegung gegen das Auftreten der Bundeswehr in der Frauenkirche (bitte umgehend)

Entweder online unter www.frieden-mitmachen.de
oder per E-Mail an frauenkirche@frieden-mitmachen.de
oder schreiben Sie direkt an den Vorsitzenden der Stiftung Frauenkirche und drücken Sie Ihren Unmut über die Vorgänge in der Frauenkirchen aus
oder per Briefpost (bitte mit Kopie an uns) an:

       Herrn
       Landesbischof Jochen Bohl

       Bischofskanzlei
       Rampische Straße 29
       01067 Dresden

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!
Der Kreis der InitiatorInnen
Dresden am 17.04.2014

 

Bisherige Unterstützer/innen des „Einspruch“ (Stand 17.04.2014):

Gottfried Arlt, Halle; Dr. Bernd Albani, Pfarrer i.R., Berlin (früher in Frauenstein); Rudolf Albrecht, Gründer des Meißner Friedensseminars; Norbert Arendt, Friedenskantor; Wolfram Beyer, Vorsitzender der IDK e.V.; Gerhard Bemm, Diakon i.R., Magdeburg; Wolf-Gunter Bruegmann-Friedeborn, Mitglied im Vorstand des Evangelischen Stadtdekanates Frankfurt am Main; Angelika Busse, Kuratorin i.R. des Kunstdienstes der Ev.-Luth. Landeskirche

 

Sachsens; Erich Busse, evangelischer Pfarrer, Dresden; Dorothee Fleischhack, evangelische Pfarrerin in Bad Gottleuba-Berggießhübel; Stefan Gehrt, Kirchenmusiker, Vertretungsorganist an der Frauenkirche Dresden; Stefan Günther, Dresdener Kunstauktionshaus Günther; Matthias Gürtler, Dompfarrer Greifswald (von 1981 bis 1986 Pfarrer in Eggesin); Hans-Michael Hanert, Pfarrer für die Innenstadtgemeinde Görlitz; Irmgard Heinecke, Hannover; Hans Hoch, Musikpädagoge; Andreas Ilse, Interessengemeinschaft der Wehr- und Waffendienstverweigerer; Christoph Kleemann, Theologe, Rostock; Prof. em. Ulfrid Kleinert, Gründungsrektor der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit in Dresden; Christoph Kuhn, Schriftsteller, Halle/Saale; Thomas Neumeister, Kirchenmusiker in Dresden-Prohlis; Dr. Uwe-Karsten Plisch, Evangelische StudentInnengemeinde in der Bundesrepublik Deutschland (ESG); Eva Politt, Musikerin und Friedensaktivistin; Joachim Rasch, evangelischer Pfarrer in Sebnitz; Stephan Schack, Vorstand des Förderkreises Bausoldaten Prora e.V.; Monty Schädel, Politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK); Torsten Schleip, Friedensweg Leipzig e.V., Friedenszentrum Leipzig e.V., DFG-VK-Landes- und Bundessprecher; Rainer Schmid, Ökumenische Initiative zur Abschaffung der Militärseelsorge (für eine kirchliche, unmilitärische Soldatenseelsorge und Aussteigerberatung); Hanno Schmidt, Pfarrer im Ruhestand, Dresden; Prof. em. Dr. Johann Michael Schmidt, Bibelwissenschaftler; Gerhard Schöne, Liedermacher, Meißen; Birgit Stelzmann, Friedensbüro Hannover; Ulrich Thiem, Musiker, Vorsitzender der George-Bähr-Gesellschaft, Dresden; Christian Wolff, Pfarrer im Ruhestand, Leipzig