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Unser Din-A5-Flyer zum Selbst-Ausdrucken!
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Unser Aufkleber
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Neuer Flyer: "Gegen die Zusammenarbeit von Kirche und Militär"
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Wie viel kostet die Militärmusik der Bundeswehr pro Jahr?

 

Zitat aus der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG: Rechnungshofbericht:
"Zackiger musizieren bei der Bundeswehr. In seinem Jahresbericht 2006 hat der Rechnungshof im Verteidigungsbudget viel Einsparungspotential geortet. Auch davon betroffen: die Militärkapellen.... Verschwendung bei der Militärmusik ... Schließlich gerieten auch die Militärmusikkapellen ins Visier der Prüfer. Die jährlichen Ausgaben für die 1600 Soldatinnen und Soldaten der Militärmusik liegen bei 50 Millionen Euro.  Weit überhöht, meint der Rechnungshof, denn: `Während sich die Personalstärke der Bundeswehr in den letzten Jahren erheblich verringerte, behielt der Militärmusikdienst seine Stärke bei. Das Stellenverhältnis des Musikdienstes zur übrigen Bundeswehr verdoppelte sich daher.´

Unsere Rechnung (Näherungswerte):

Die Bundeswehr unterhält derzeit 16 Militärmusik-Kapellen bzw. -Orchester, einschließlich Ausbildungskorps und BW-Big-Band; wobei es die Stabsmusikkorps-Außenstelle in Bonn gibt, deshalb sind es eigentlich 17 Kapellen/Orchester.
 
x 50 Personen (durchschnittlich, inkl. Dirigent, Fahrer und Sekretärin; im Ausbildungsmusikkorps sind es sogar 200 Soldat/innen, in der Bigband sind dafür weniger als 50) = 800 Personen

 

x 5.000 Euro/Monat (Grundgehalt meist zwischen A5 und A11 plus Zulagen, Versicherungen, Uniformen, Fahrkosten, Instrumente)

 

x 12 Monate
= 48.000.000 Euro / Jahr

 

Plus 16 große Gebäude (inklusive das Gebäude der Außenstelle Bonn des Stabsmusikkorps) x 50.000 Euro (Abschreibung und Gebäudeunterhaltung) im Jahr

= 800.000 Euro / Jahr


Plus das "Zentrum Militärmusik in der Bundeswehr" (ZMiLMusBw); dort gibt es - wenn man mehrere Teilzeitanstellungen zusammen rechnet - 20 Vollzeitarbeitsplätze x 5.000 Euro/Monat und 5 leitende Personen x 10.000/Monat x 12 Monate. Dazu das Gebäude (Abschreibung und Unterhaltung) 70.000 Euro / Jahr
= 1.870.000 Euro / Jahr


SUMME: 50.670.000 Euro / Jahr

Das sind 63 Cent pro Jahr für jeden Deutschen / jede Deutsche.
Frage: Ist mir das die Militärmusik wert? Antwort: Nein!

>>> Dies sind Näherungswerte. Aber es fällt auf, dass unsere Berechnungen mit den Zahlen des Rechnungshofes relativ gut zusammen passen. Wer genauere Zahlen hat, möge sich bitte bei uns melden! <<<

Das Antragsformular der Bundeswehr: Bitte um ein Militärkonzert in meiner Stadt!
Formular V97_2015.pdf
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Aufschlussreich! Die Bedingungen, die vor Ort erfüllt sein müssen, damit die Militärmusiker auftreten.
bedingungen V97_2015.pdf
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Leserbrief an die Badische Zeitung Lokal-Redaktion Breisach.

Aus unbekannten Gründen wurde dieser Leserbrief nicht abgedruckt.

Autor: Theodor Ziegler, 7 impasse du saule, F 68600 Algolsheim

Zum Artikel „Konzert der Heeresmusiker“ vom 10. Juni 2016

 

Musizierende Soldaten schießen nicht, könnte man meinen und mit Freuden zum Heeresmusikkonzert am 13. Juli zur Breisacher Festspielbühne gehen. Eine rechnerische Reflexion führt jedoch zu einem anderen Schluss: So ergeben 750 verkaufte Plätze maximal 10.000 Euro an Einnahmen für den veranstaltenden Volksbund Kriegsgräberfürsorge. Der 60-köpfige Profiklangkörper der Bundeswehr aus Ulm – es gibt noch 14 weitere - dürfte im Jahr gut 2,5 Mio. Euro kosten. Bei rund 50 Auftritten pro Jahr bedeutet dies allein für das Breisacher Konzert 50.000 Euro Kosten für den Steuerzahler. Wäre es nicht ehrlicher und ökonomisch sinnvoller, wenn der Bund dem Volksbund die erhofften Einnahmen direkt gäbe oder die Soldatengräber und deren Pflege als militärische Folgekosten komplett aus dem Verteidigungsetat finanzierte. Die Frage der Sinnhaftigkeit von Militärmusik beantwortet die Bundeswehr selbst auf ihrer Internetseite: „... im Auftrag des Bundesministers der Verteidigung nicht nur gute Laune zu verbreiten, sondern auch Werbung in eigener Sache zu machen und jungen Menschen den Arbeitgeber Bundeswehr auf eine ganz besondere Art näher zu bringen.“ War es so nicht zu allen Zeiten – Musik wird instrumentalisiert, um Menschen für das Militär zu rekrutieren bzw. um in der Bevölkerung Imagepflege für die militärische Sicherheitspolitik zu betreiben? Ein Besuch auf einem Soldatenfriedhof könnte etwas anderes lehren.